In Japan Auto fahren (deutsche Touristen) 🇯🇵🚗
Offizielle Übersetzung (z.B. JAF), Mietwagen, Linksverkehr, Maut & ETC, Parken, Sprit, echte Budgets und Tipps aus der Praxis.
Schnelle Antworten
- Dürfen deutsche Touristen in Japan fahren? Ja – mit deutschem Führerschein + offizieller japanischer Übersetzung (z.B. JAF) + Reisepass.
- Welche Unterlagen verlangt der Vermieter? Meist Führerschein (Original), Übersetzung, Reisepass und Kreditkarte auf den Fahrer.
- Ist Autofahren schwer? Größte Umstellung: Linksverkehr und enge Straßen in älteren Vierteln.
- Lohnt sich ein Mietwagen? Ja außerhalb der Innenstädte. In Tokio/Osaka/Kyoto ist ÖPNV oft einfacher.
Mit deutschem Führerschein benötigen Sie in Japan in der Praxis eine offizielle japanische Übersetzung (z.B. JAF). Bestellen Sie online und erhalten Sie Ihren Druckcode.
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Dokumente: Checkliste vor der Reise
Damit Sie am Schalter nicht abgewiesen werden, hier die praktische Checkliste:
- ✅ Deutscher Führerschein (gültig, nicht abgelaufen)
- ✅ Offizielle japanische Übersetzung (z.B. JAF)
- ✅ Reisepass (Einreisestempel/Datum)
- ✅ Kreditkarte auf den Fahrer (Kaution + Abrechnung)
- ✅ Adresse/Telefon des ersten Hotels (oft erforderlich)
- ✅ Offline-Karten (Google Maps offline + Backup-App)
- ✅ Bei Kindern: Kindersitz/Sitzpflicht vorab klären
Tipp: Speichern Sie den Druckcode/Bestellmail zusätzlich offline, falls Sie in Japan nochmals drucken müssen.
Mietwagenanbieter in Japan (mit Preisrahmen)
Die großen japanischen Ketten sind zuverlässig und sehr organisiert. In der Hauptsaison früh buchen – Verfügbarkeit kann knapp werden.
Große Ketten
- Toyota Rent a Car
- Nippon Rent-A-Car
- Times Car Rental
- ORIX Rent a Car
- Nissan Rent a Car
Budget/Regional
- Budget / Avis / Hertz
- OTS (Okinawa)
- Niconico
Am besten vergleichen
Mietwagenpreise in Japan vergleichen (DiscoverCars) →
| Kategorie | Preis/Tag (Nebensaison) | Preis/Tag (Hauptsaison) |
|---|---|---|
| Kei Car (Mini) | ¥4,000–¥7,000 | ¥7,000–¥12,000 |
| Kompakt | ¥6,000–¥10,000 | ¥10,000–¥18,000 |
| Van/SUV | ¥12,000–¥22,000 | ¥20,000–¥35,000 |
Preise variieren je nach Region, Zeitraum (Golden Week/Obon/Neujahr), Versicherung, Extras und Einwegmiete.
Fahrzeugtypen, realistische Tagespreise & Sparen
Typische 2026-Preise (JPY) bei Buchung 4+ Wochen im Voraus (Nebensaison bis normal):
| Fahrzeugtyp | Beispielmodelle | Typischer Tagespreis | Am besten für |
|---|---|---|---|
| Kei Car (軽自動車) | Nissan Dayz, Honda N-Box | ¥5,000–¥7,000 | Solo/Paar, enge Straßen, günstiges Parken & Maut |
| Sub-Compact | Toyota Yaris, Honda Fit | ¥8,000–¥9,000 | 2–3 Personen, wenig Gepäck, Stadt & Land |
| Compact / Mid-Size | Corolla, Prius, Note | ¥10,000–¥14,000 | 3–4 Personen mit Gepäck, längere Distanzen |
| Minivan / MPV | Serena, Noah, Stepwgn | ¥12,000–¥18,000 | Familien/Gruppe, Ski, viel Gepäck |
| SUV | RAV4, CX-5 | ¥13,000–¥20,000 | Berge, Winter, Komfort |
Versteckte Kosten
- Versicherung: CDW oft inklusive; NOC-Waiver & Assistance können ¥1,100–¥2,000/Tag kosten.
- Einwegmiete: Rückgabe in anderer Präfektur kann ¥3,000 bis ¥30,000+ kosten.
- Saisonaufschläge: Golden Week, Obon, Neujahr, Sommer in Hokkaidō = teurer.
- Winterausrüstung: Schneereifen/Ketten teils extra – Quote prüfen.
- ETC-Karte: manchmal separat zu mieten (Reader meist im Auto).
- Zusatzfahrer: kann extra kosten – vorab klären.
Konkrete Spartipps
- Auto nicht zu groß wählen – Kompakt/Hybrid reicht oft.
- Route als Rundreise planen (Start/Ziel gleich) → weniger Einweggebühren.
- Regionalpässe prüfen (Hokkaidō, Tōhoku, Kyūshū, Central).
- Für Peak-Season früh buchen.
- Maut/Parken pro Fahrzeug: zu dritt/viert spart man pro Kopf massiv.
- In Google Maps „mit Maut“ vs „ohne Maut“ vergleichen.
In Städten einmal parken und den Rest zu Fuß/mit Metro machen. Parken ist oft der heimliche Budget-Killer.
Regeln & Etikette: häufige Fallen
Basics
- Linksverkehr, überholen rechts
- Gurtpflicht für alle
- Tempolimits oft niedrig (Stadt 30–40, Land 50–60)
- Stopps: wirklich komplett anhalten
- Zebrastreifen: Fußgänger haben Vorrang
Alkohol & Handy
- Alkohol: sehr strenge Regeln – im Zweifel 0,0.
- Handy: in der Hand = Strafe. Halterung + Freisprechen nutzen.
Fahrkultur
- Warnblinker werden oft als „Danke“ genutzt
- Defensiv und vorhersehbar fahren
- In Städten auf Fahrräder achten
Autobahnen, Maut, ETC & Expressway-Pässe
Japans Expressways sind top, aber teuer. Mit ETC wird die Maut deutlich entspannter.
ETC: so läuft’s
- ETC-Karte beim Vermieter mieten (oft ¥300–¥500 für den Zeitraum).
- Karte in den Reader stecken.
- An Mautstellen ETC-Spur (ETC oder ETC/一般) nutzen und langsam durchfahren.
- Abrechnung meist bei Rückgabe (Kreditkarte) – je nach Vertrag.
- Reader vorhanden und eingeschaltet?
- ETC-Karte inklusive oder extra?
- Wie wird abgerechnet (bei Rückgabe vs später)?
- Welche Spur ist richtig?
Grobe Mautkosten (Beispiele)
- Regionale Tagesnutzung (viel Expressway): ¥3,000–¥8,000/Tag
- Tokio → Mt Fuji (Kawaguchiko): ¥2,000–¥3,000 pro Strecke
- Tokio → Kyoto: meist ¥10,000+ pro Strecke
Pässe für Touristen
Mehrere Regionen bieten Pauschal-Pässe (oft gekoppelt an ETC), die sich bei intensiver Nutzung schnell lohnen:
- Hokkaido Expressway Pass
- Tohoku Expressway Pass
- Central Nippon / NEXCO-Pässe
- Kyushu Expressway Pass
Faustregel: Wenn Sie mehrere Tage „überall“ fahren (z.B. Hokkaidō/Kyūshū), ist ein Pass fast immer günstiger.
Sprit, Hybrid/EV & Kosten
- Viele Tankstellen sind Self-Service (oft mit Englisch-Option).
- Sorten: Regular, High Octane, Diesel.
- Hybrid ist weit verbreitet – gute Option für lange Strecken.
- EV: auf Hauptachsen ok, in ländlichen Regionen variabler.
Tipp: In Bergregionen immer Reserve einplanen – Tankstellen können selten/kurz offen sein.
Parken in Japan: so funktioniert’s (und Fallen)
In Städten sind Coin Parkings am häufigsten. Es gibt unterschiedliche Systeme:
- Platte/Bügel unter dem Auto: erst zahlen, dann fährt der Bügel runter.
- Schranke + Ticket: ähnlich wie in Europa.
- Tarife oft in 10–20-Minuten-Schritten + Nacht-/Tages-Caps.
Vor dem Parken immer das Preisschild lesen – es ist oft klein, aber entscheidend.
Wo fahren (und wo lieber nicht)
Top-Regionen für Roadtrips
- Hokkaidō – weite Landschaften, einfache Routen
- Kyūshū – Vulkane, Onsen, Scenic Drives
- Japanische Alpen – Berge (Winter beachten)
- Shikoku – ruhig, wenig Verkehr
- Okinawa – Auto sehr sinnvoll
Oft vermeiden (Innenstädte)
- Tokio Zentrum – Stau & teures Parken
- Osaka Zentrum
- Kyoto – Stau & Parkplatzstress
Best practice: Zug in die Region, Auto vor Ort.
Budget für 7 Tage (Beispiel)
Beispiel für 2 Personen mit Kompaktwagen, gemischte Nutzung (Land + etwas Expressway):
| Posten | Schätzung | Hinweise |
|---|---|---|
| Miete (Kompakt) | ¥60,000–¥110,000 | Saison/Versicherung/Agentur |
| Sprit | ¥8,000–¥18,000 | Distanz/Auto |
| Maut | ¥10,000–¥30,000 | Expressways sind teuer |
| Parken | ¥3,000–¥12,000 | Stadt teurer |
In der Hauptsaison können die Kosten deutlich steigen (Verfügbarkeit/Preise).
30 Mikro-Tipps (Praxis)
- Reisepass immer dabei haben.
- In Großstadtzentren möglichst nicht fahren.
- Routen „mit Maut“ vs „ohne Maut“ vergleichen.
- Bei Abholung Fotos vom Auto machen (alle Kratzer).
- Nie auf Expressways rückwärts fahren – auch wenn die Ausfahrt verpasst wurde.
- In ländlichen Regionen Spritreserve halten.
- Parkregeln vor dem Einparken lesen.
- Keine Wertsachen sichtbar liegen lassen.
- 0,0 – sicher ist sicher.
- Früh starten → weniger Verkehr.
- Auf schmalen Straßen langsam und defensiv fahren.
- Bei Begegnungsverkehr Ausweichstellen nutzen.
- Warnblinker als „Danke“ ist üblich.
- Bei Stopps wirklich komplett anhalten.
- Zebrastreifen: Fußgänger zuerst.
- Kindersitz rechtzeitig reservieren.
- ETC-Karte am Abholschalter aktiv bestätigen.
- Für Stadtbesuche: einmal parken, dann laufen/Metro.
- In Konbini-Parkplätzen gelten teils Zeitlimits.
- Bei Schnee/Passstraßen: Winterausrüstung prüfen.
- Service Areas sind sauber – gute Pausenpunkte.
- Bei langen Fahrten: Wechsel der Fahrer im Vertrag eintragen.
- Bei der Rückgabe: Tankregel prüfen (voll/voll).
- Offline-Karten laden (Tunnel/Berge = Empfang).
- Immer genug Zeit für Parkplatzsuche einplanen.
- Auf Fahrräder in Städten achten.
- Beachten: Tempolimits wirken niedrig – sind aber relevant.
- Bei Unklarheit: lieber dem Verkehrsfluss folgen, aber Schilder beachten.
- Eine Mülltüte im Auto hilft (Japan ist sehr sauber).
- Ruhig bleiben: defensives Fahren funktioniert am besten.
FAQ
Brauche ich wirklich eine offizielle Übersetzung?
Für deutsche Führerscheine wird in Japan in der Praxis eine offizielle japanische Übersetzung (z.B. JAF) erwartet – zusammen mit Original-Führerschein und Reisepass.
Welche Unterlagen muss ich beim Vermieter vorzeigen?
Normalerweise: Führerschein (Original), Übersetzung, Reisepass und Kreditkarte auf den Fahrer. Manche Anbieter fragen außerdem Hoteladresse/Telefon.
Wie bezahle ich Maut am einfachsten?
Mit ETC-Karte (Mietoption) ist es am bequemsten; ohne ETC ziehen Sie ein Ticket und zahlen an der Ausfahrt.
Wie drucke ich meine Übersetzung in Japan?
Mit dem Multi-Copy-Gerät in 7-Eleven: „Print“ → Code eingeben → A4 wählen → bezahlen – in wenigen Minuten.
Lohnt sich ein Expressway-Pass?
Wenn Sie mehrere Tage viel Expressway fahren (z.B. Hokkaidō/Kyūshū), ist ein Pass häufig günstiger als einzelne Mautzahlungen.
Ist ein Mietwagen in Tokio sinnvoll?
Meist nicht. Verkehr und Parken sind teuer. Besser: ÖPNV in Tokio, Auto erst für die Region mieten.
Ist Parken schwierig?
Es ist anders: Coin Parkings mit Zeit-/Cap-Tarifen sind üblich. Lesen Sie die Schilder, bevor Sie parken.
Was passiert, wenn ich die Übersetzung verliere?
Speichern Sie Ihre E-Mail/den Code. Wenn Sie den Code haben, können Sie in Japan meist erneut drucken (Konbini).